Die Familie Adolf

Den Grundstein der gastronomischen Tradition legte 1904 der Großvater des heutigen Besitzers, Engelbert Adolf, im böhmischen Harrachsdorf. Neben dem rennomierten „Hotel zum Schützenhaus” bewirtschaftete er die Elbfallbaude. Nach dem 1. Weltkrieg sah er sich gezwungen, seine böhmische Heimat zu verlassen und im benachbarten Schlesien mir der Übernahme der „Rothengrundbaude”
einen neuen Anfang zu wagen, unterstützt von seinem Sohn Ernst, der später die Baude übernahm.
Doch auch der Sohn mußte mit seiner Familie die Heimat verlassen und fand 1951 in der im Aufbau befindlichen Letmather Stübbeken-Siedlung eine erste Bleibe. Durch den Bau eines Hauses konnte am 26. Mai 1956 die „Rübezahl-Baude” mit Platz für 40 Gäste eröffnen. Bereits 1957 mußte die große Veranda überdacht werden. 1963 der nächste Um- und Ausbau der Gaststätte, in deren Küche Gertrud Adolf, unterstützt von ihren Kindern, die Seele des Betriebes war. Seit dem Tod von Ernst Adolf im Jahre 1972 bewirtschaften Sohn Joachim und Frau Irmtraud die Gaststätte und machen mit einem großzügigen Um- und Ausbau das Haus noch attraktiver. Die nächste Generation hat sich bereits qualifiziert – Sohn Ulrich legte seine Konditormeisterprüfung 1986 ab, Sohn Thomas ergriff den Beruf des Kochs und Tochter Heike wurde Hotelfachfrau – und ist im Betrieb tätig.
Der Name Rübezahl-Baude paßt weder zur Region noch vermutet man in den sanften Ausläufern des Sauerlandes den Geist, den mächtige Höhen und dunkle Wälder in der Phantasie der Riesengebirgler entstehen ließen. Aber die Fremdartigkeit des Begriffs mag auch den Erfolg erklären: die Rübezahl-Baude ist ein fester Bestandteil der Siedlungsgeschichte des Stübbekens geworden.
Die Tradition wurde und wird auch weiterhin in der Rübezahl-Baude gepflegt und ist so auch heute noch ein beliebter Anlaufpunkt für Menschen, die ihrer früheren Heimat verbunden sind.